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Donauschwäbische Trachten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Maria Ingerl   

 

Donauschwäbische Trachten
im Haus der Donauschwaben in Haar bei München

 

 

Trachtengruppe_Muenchen

 

 

Die Tracht ist eine traditionelle Kleiderordnung einer bestimmten Region, eines Landes oder der Angehörigen einer bestimmten Volksgruppe.
Diese Begriffsbestimmung trifft auch auf die Tracht der Donauschwaben zu.
Sie entwickelte  sich aus der  Kleidung,  welche die  ersten   Kolonisten  trugen, als  sie  Anfang  des 17. Jahrhunderts die Gebiete entlang der mittleren und unteren Donau im Auftrag des österreichischen Kaiserreiches besiedelten.

Die Siedler kamen seinerzeit aus ganz unterschiedlichen Regionen Deutschlands sowie auch aus verschiedenen westeuropäischen Ländern; sie trugen die Kleidung ihrer Zeit und ihres jeweiligen Heimatlandes, sie waren demnach auch sehr verschiedenartig angezogen.

Es bedurte einer jahrzehntelanger Entwicklung, welche durch Vereinfachungen und einer steten Abwägung zwischen Bewahrung des Hergekommenen und der Anpassung an die neuen Lebensverhältnisse gekennzeichnet war, bis die Siedler einen einheitlichen Kleidertypus entwickelten, der den Donauschwaben inmitten einer ethnischen Vielfalt ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal verlieh. Während die heimisch gewordenen Siedler von anderen Volksgruppen ohne besondere Differenzierung durch die Art ihrer Kleidung sofort als "Schwobe" erkannt wurden, konnten die Donauschwaben selbst auf Grund verschiedener Kleidungsmerkmale und Farben genau unterscheiden, aus welcher Gegend bzw. welchem Ort die jeweiligen Landsleute kamen. Das ist auch verständlich, ist doch die Entwicklung der Kleiderordnung in jedem Ort, in jeder Region sehr unterschiedlich verlaufen, selbstverständlich auch mit ganz verschiedenen Ergebnissen; dies gilt für die Werktagskleidung ebenso wie für die Sonntagstracht.

Im Haus der Donauschwaben in Haar bei München ist eine große Anzahl an wertvollen Original-Exponaten zusammengestellt, welche sehr eindrucksvoll nachweisen, in  welcher Vielfalt und differenzierter Ausprägung sich die donauschwäbische Tracht entwickelt hat.

Vitrine_im_Foyer

Vitrine_im_Foyer_2

 

Trachtengruppe1

 

 

Trachten4

 

Trachten5

 

Mit großer Sachkenntnis und immensem Fleiß haben hier Evi Franke (Miletitsch/Batschka) und Matthias Klein (Parabutsch/Batschka), ausgebildeter Schneidermeister, mehrere Zimmer mit Originaltrachten aus unterschiedlichen Orten und Gegenden der ehemaligen donauschwäbischen Siedlungsgebiete ausgestattet. Es sind dies vortreffliche Ergebnisse einer mühevollen, zeitaufwändigen und fachlich großartigen Arbeit, welche diese beiden Idealisten geleistet haben und welche dem Haus der Donauschwaben einen eindrucksvollen musealen Glanz verleihen.

 


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